Schulhundkonzept

Einleitung


Die Grundschule Gotthold Ephraim Lessing versteht Schule nicht nur als Ort des Lernens, sondern auch als sozialen Lebensraum, in dem Kinder sich wohlfühlen und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden sollen. Vor diesem Hintergrund wird (unter Voraussetzung eines bestandenen Wesenstests) ab dem Schuljahr 2025/26 ein Schulhund im Unterricht eingesetzt – nicht zu therapeutischen Zwecken, sondern als tierischer Begleiter im Klassenraum.

Der Hund Milo, ein am 23.10.2024 in Griechenland geborener Mischling, wird dabei ausschließlich in den Klassen seiner Halter*innen, Frau Rhode und HerrLüttge, eingesetzt.


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Sinn und Vorteile eines Schulhundes im Unterricht

 

Die Anwesenheit eines Hundes im Klassenraum kann sich in vielfältiger Weise positiv auf das soziale Miteinander und die Lernatmosphäre auswirken – selbst wenn keine gezielte tiergestützte Pädagogik stattfindet. Studien und Erfahrungsberichte belegen u. a. folgende Vorteile:

  • Förderung von sozialem Lernen : Kinder lernen Rücksicht, Verantwortungsbewusstsein und den respektvollen Umgang mit Lebewesen.
  • Beruhigende Wirkung : Die Präsenz eines Hundes kann zur Stressreduktion beitragen und eine angenehmere Unterrichtsatmosphäre schaffen.
  • Motivationssteigerung: Viele Kinder zeigen sich in Anwesenheit eines Hundes aufmerksamer, motivierter und konzentrierter.
  • Stärkung des Klassenklimas: Der Hund wirkt als verbindendes Element und kann das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Klasse fördern.
Einsatzrahmen von Milo
  • Milo wird ausschließlich im Unterricht von Isabelle Rhode und Jannick Lüttge anwesend sein. Ein Einsatz in anderen Klassen oder schulischen Kontexten ist nicht vorgesehen.
  • Der Hund ist während des Unterrichts körperlich anwesend, verbleibt jedoch meist an seinem Rückzugsort und beteiligt sich nicht aktiv am Unterrichtsgeschehen.
  • Milo wird schrittweise und behutsam in den Schulalltag integriert. Dabei wird auf seine Belastbarkeit und sein Wohlbefinden stets geachtet.
  • Es erfolgt keine gezielte Interaktion oder Nutzung zu pädagogischen oder therapeutischen Zwecken. Die Anwesenheit des Hundes ist freiwillig für die Schüler*innen und unterliegt klaren Regeln.
Gesundheitsvorsorge und Sicherheit

Um jegliche Risiken für die Schulgemeinschaft auszuschließen, wurden folgende Maßnahmen getroffen:
  • Gesundheitlicher Zustand: Milo wird in regelmäßigen Abständen tierärztlich untersucht. Impfungen, Parasitenprophylaxe sowie Fell- und Zahnpflege erfolgen entsprechend der tierärztlichen Empfehlung.
  • Wesenstest : Ein anerkannter, professioneller Wesenstest bescheinigt Milo ein ruhiges, freundliches und ausgeglichenes Verhalten, das den Anforderungen an einen Schulhund entspricht.
  • Versicherung : Für Milo besteht eine gültige Haftpflichtversicherung, die auch etwaige Schäden im schulischen Umfeld abdeckt.
  • Allergie- und Angstabfrage: Vor dem Einsatz wurden alle Eltern bzw. Erziehungsberechtigten schriftlich über das Vorhaben informiert. Dabei wurden mögliche Allergien oder Ängste abgefragt. Betroffene Kinder werden entsprechend geschützt (z. B. durch Abstand, Sitzordnung, Informationsgespräche).
  • Hygiene: Milo wird regelmäßig gebürstet und gewaschen. Der Klassenraum wird täglich gereinigt. Der Hund bleibt vom Essbereich fern; Futter und Wasser werden ausschließlich außerhalb des Unterrichtsraums bereitgestellt.
Rückzugsbereiche für Milo
  • Rückzugsbereich im Klassenraum : Milo verfügt über eine feste, ruhige Liegestelle im Klassenraum, an die er sich jederzeit zurückziehen kann. Seine Anwesenheit ist freiwillig – er wird nicht zum Verbleib im Raum gezwungen.
  • Rückzugsbereich außerhalb der Klasse : Zusätzlich steht Milo ein fester Rückzugsort im Büro der Schulleitung zur Verfügung. Dieser Raum dient als ruhiger Aufenthaltsbereich für Zeiten, in denen Milo nicht im Unterricht eingebunden ist oder eine Auszeit benötigt. Der Zugang erfolgt jederzeit stressfrei und begleitet.

Schulinterne Regelungen und Umgang mit Milo

  • Der Umgang mit dem Hund wird zu Beginn mit allen Kindern pädagogisch aufgearbeitet. Dabei werden klare Verhaltensregeln formuliert und gemeinsam eingeübt.
  • Die Freiwilligkeit der Interaktion wird jederzeit gewahrt. Kinder dürfen selbst entscheiden, ob und in welchem Maß sie sich dem Tier nähern möchten.
  • Milo wird nie unbeaufsichtigt im Raum gelassen. Er ist stets in Anwesenheit von Isabelle Rhode oder Jannick Lüttge.
  • Der Hund wird nicht als Belohnungssystem genutzt. Auch wird kein Zwang zu Interaktionen aufgebaut.
  • Eltern und Kolleg*innen werden regelmäßig informiert über den Einsatz und das Verhalten des Hundes.
  • Bei passenden Fortbildungsangeboten im Land Sachsen-Anhalt sind Isabelle Rhode und Jannick Lüttge bereit, daran teilzunehmen, um ihr Wissen rund um den verantwortungsvollen Einsatz eines Schulhundes zu vertiefen.

Fazit


Mit Milo wird die Schulgemeinschaft der Grundschule Gotthold Ephraim Lessing um ein liebevolles, gut vorbereitetes Mitglied erweitert. Die reine Anwesenheit des Hundes dient der Förderung eines positiven Klassenklimas und stärkt das soziale Miteinander – ohne therapeutische Zielsetzung. Gesundheitliche, organisatorische und versicherungstechnische Aspekte wurden umfassend berücksichtigt, sodass ein sicherer und verantwortungsvoller Einsatz gewährleistet ist.

Lizenzen & Quellen




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